Wilstedt bei Nacht 2010
MTV-Lauftreff mit 36 Teilnehmern am Start
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Presseberichte: (übernommen von klau-mich.info.de
OSTERHOLZER KREISBLATT vom 31. Mai 2010
Triathlet
auf dem Siegerpodest
Stefan Bölke gewinnt 28. Abendvolkslauf des MTV Wilstedt über 10 000 Meter
Von Reiner Tienken
Wilstedt. Bei der 28. Auflage zeigte sich: Der Abendvolkslauf ist
attraktiver denn je, zieht die Massen an. Ausrichter MTV Wilstedt
erzielte mit 4267 Teilnehmern eine neue Bestmarke. Christina Wilkens
(Visselhövede) lag in der Frauen-Hauptkonkurrenz über
10 000 Meter vorn, Stefan Bölke (Bremen) im Männer-Hauptlauf. Triathlet Bölke
stahl der Konkurrenz im Hauptlauf der Männer die
Schau. Er zehrte im Ziel von einem Vorsprung von 14 Sekunden vor dem Gewinner
der jüngeren Jahrgangswertung, Oliver Weinrich
in der Siegerzeit von 33:24 Minuten. "Das ist das Schnellste, was ich in
diesem Jahr bisher gelaufen bin", freute sich Stefan Bölke
kurz nach seiner Zieleinkunft.
Sieger freut sich über Jahresbestzeit
Der Erfolg kam nicht ganz von ungefähr, hatte der Bremer Extremsportler doch
zuvor den Duathlon in Hatten bei Oldenburg für sich
entschieden. "Die Bedingungen sind top. Die Atmosphäre ist toll",
sprudelte es aus dem 41-jährigen Stefan Bölke nach dem Sieg
beim 28. Abendvolkslauf heraus. Christina Wilkens (Visselhövede) landete nach
37:57 Minuten bei den Frauen als Erste im Ziel.
Der MTV Wilstedt präsentierte nach 1997 (damals kam die 144-fache
Fußball-Nationalspielerin Doris Fitschen) erstmalig wieder
eine Frau an der Startschuss-Pistole. Carolin Nytra schickte die Läuferinnen
und Läufer über 5000 und 10 000 Meter auf die Strecke
durch die Straßen des 2000-Seelen-Dorfes. Die 25-jährige Leichtathletin vom TuS
Komet Arsten, die auf nationaler und internatio-
naler Ebene im Hürdenlauf schon viele Erfolge feierte, zeigte sich vom
Drumherum und Flair des Abendvolkslaufes rundherum be-
geistert. "Die Stimmung und Atmosphäre finde ich großartig", sagte
Carolin Nytra ins Mikrofon von Stadionsprecher Heinz Cordes.
Die Vorzeigeathletin des Bremer Lauftreffs wurde erst am Samstag beim
Leichtathletik-Meeting in der Hansestadt für ihre 12:91
Sekunden über 100 Meter Hürden mit Komplimenten überschüttet.
Die Teilnehmer stellten beim 28. Wilstedter Abendvolkslauf ihr
Leistungsvermögen über 1000, 5000 und 10000 Metern unter Beweis.
"Alle Läufer freuen sich. Nicht zu warm. Nicht zu kalt", zog
Stadionsprecher Heinz Cordes zufrieden Bilanz über die äußeren Be-
dingungen rund um die Sportanlage des MTV Wilstedt.
Tetjus Pape hielt die Konkurrenz beim Mini-Lauf der Jungen über 1000 Meter auf
Distanz (Siegerzeit: 3:22 Minuten). Der Nach-
wuchsläufer des MTSV Selsingen war sich nicht zu schade dafür, anschließend
noch beim 5000-Meter-Lauf ebenfalls an den Start
zu gehen. Fiona John (Bremen) hatte bei den Mädchen die Nase vorn
(Siegerinnenzeit: 4:04 Minuten).
Robert Schröder entschied den Lauf über 5000 Metern zu seinen Gunsten. Der
Läufer von OT Bremen erreichte nach 16:12 Minuten
den Zielbereich. "Das Problem sind die Fackeln am Weg", fühlte sich
Robert Schröder vom Geruch der Wegweiser in seiner Leist-
ung leicht beeinträchtigt. Der Zieleinlauf entschädigte den Läufer mit
Sonnenbrille. "Auf den letzten Metern wird man getragen von
den Zuschauern", so Siegerläufer Robert Schröder nach seinem
Erfolgserlebnis. Bei den Frauen verwies Franziska Schröder (FTSV
Brinkum) ihre Mitläuferinnen auf die Plätze (Siegerinnenzeit: 19:30 Minuten).
WÜMME ZEITUNG vom 31. Mai 2010
Mit
der Stoppuhr im Nacken noch Zeit für La Ola
Abendvolkslauf "Wilstedt bei Nacht" verbucht neue Rekordbeteiligung:
4271 Läuferinnen und Läufer kommen ins Ziel
Von Johannes Kessels
Wilstedt. Was ein geübter Sportler ist, der hat auch bei einem
Zehn-Kilometer-Lauf noch genügend Kondition, um sich beim Laufen
zu unterhalten. Aber Hunger bekommt man wohl doch, wenn man zweimal quer durch
das Dorf trabt. Das konnten zumindest die
Gäste des Abendvolkslaufs "Wilstedt bei Nacht" annehmen, die sich auf
dem Weg von einem der Parkplätze im Ort zum Sportplatz
des MTV Wilstedt auf die Strecke der Läufer verirrt hatten. Die Aktiven
unterhielten sich beim Dauerlauf auch über Nahrhaftes.
4271 Teilnehmer hatten sich beim Stadion eingefunden, womit die Rekordzahl vom
vergangenen Jahr noch einmal um zehn über-
boten wurde. Gestartet wurde beim großen Wilstedter Volkslauf in drei Gruppen.
Als erste waren die Kinder an der Reihe, deren
Mini-Lauf über 1000 Meter führte. Es folgten die Jogger, die einmal die fünf
Kilometer lange Runde durchs Dorf absolvierten, und
dann schoss die Bremerin Carolin Nytra vom TuS Komet Arsten, dreimalige
deutsche Meisterin über 100 Meter Hürden, den Haupt-
lauf an - der führte zweimal durch ganz Wilstedt. Die Strecke war die gleiche
wie in den Vorjahren, aber die Parkplätze mussten in
diesem Jahr verlegt werden, da, wie Heiko Lundt, der Leiter der
Lauftreff-Sparte des Männerturnvereins, erklärte, die bisher genutz-
ten Wiesen bei den Wilstedter Olivenöl-Abholtagen von Reisebussen ruiniert
worden sind.
So gerieten einige Ortsfremde, als sie versuchten, das Stadion zu Fuß zu
erreichen, unversehens auf die Laufstrecke und konnten
dort live miterleben, worüber sich die Dauerläufer während ihrer Sportausübung
so unterhalten - im Richtweg beispielsweise ging es
um "Sättigungsbeilagen". Tierisch ernst genommen wurde die Lauferei
offenbar nicht: Vor dem China-Restaurant an der Haupt-
straße hatte die Sambagruppe "Samba La Moor" aus Pennigbüttel
Position bezogen, und die Sportler fanden im Vorbeilaufen noch
genug Zeit und die nötige Puste, zu ihren Schlagzeugrhythmen La Ola, die Welle,
zu machen.
Trotzdem waren die ersten Leichtathleten schon nach etwas mehr als einer einer
halben Stunde im Ziel. Als Erster lief Stefan Bölke
vom Universitätstriathlon Löwen Bremen ein, und zwar in der Rubrik
"Männer, ältere Jahrgänge". Er hatte für die zehn Kilometer
33:24 Minuten gebraucht und war damit 14 Sekunden schneller als Oliver Weinrich
vom Verein OT Bremen, der Sieger der jüngeren
Jahrgänge.
Bei den Joggern siegten Franziska Schröder und Robert Schröder, bei den Kindern
liefen Fiona John und Tetjus Pape als Erste
über die Ziellinie, bei den Frauen im Hauptlauf Christina Wilkens und Silke
Siemsen. Silke Siemsen lief bei den Seniorinnen - "Ich
werde ja auch bald 40", erklärte sie, doch mit 41:04 Minuten unterbot sie
ihre Zeit aus dem Vorjahr um 1:46 Minuten. Während des
Laufens hatte sie zwar keinen Überblick, an welcher Stelle sie gerade lag, aber
mit ihrem GPS-gesteuerten Zeitmessgerät konnte
sie ständig ihren Schnitt erkennen. Vom schönen Dorf Wilstedt hat Silke Siemsen
dagegen kaum etwas gesehen. "Beim Laufen
habe ich immer einen absoluten Tunnelblick", erklärte sie. Aber die
Fackeln am Wegrand hat sie wahrgenommen. "Wilstedt bei
Nacht" biete ein sehr schönes Flair, findet sie. Platt sei sie nach zehn
Kilometern überhaupt nicht gewesen, sagte die 39-Jährige,
im Gegenteil, voller Adrenalin, so dass sie vor der Siegerehrung auslaufen
musste. Aber sie läuft ja auch vier- bis fünfmal die Woche
15 bis 20 Kilometer, oft von ihrer Arbeitsstelle in der Bremer Innenstadt nach
Hause in Oberneuland, natürlich mit Umwegen, damit
es sich lohnt: durch die Wallanlagen und den Bürgerpark nach Kuhsiel und dann
über den Hodenberger Deich nach Oberneuland.
Man kann tatsächlich durch eine Großstadt laufen und dabei kaum mit dem
Autoverkehr in Berührung kommen; das hat sie fest-
gestellt.
Als die Sieger geehrt waren, hieß es mal wieder ganz oft "Oooh" und
"Aaah", wie es sich bei Feuerwerken nunmal gehört. Stadion-
sprecher Heinz Cordes machte das Echo, manchmal aber auch Zusatzbemerkungen. Von
diesem Feuerwerk hätten auch die
Tarmstedter noch etwas, meinte er, die müssten eigentlich beim Verlassen des
Geländes noch einen Euro an der Kasse abgeben.
Sie wurden dann aber doch kostenlos herausgelassen, ebenso wie alle Übrigen,
und die drei Bestplatzierten jedes Laufes sogar
reicher als bei der Ankunft. Sie erhielten nämlich sehr nützliche Preise:
Handtücher, Rucksäcke, Olivenöl und Honig, denn Laufen
macht bekanntlich hungrig.
==> Ergebnislisten wird es wie üblich aus Wilstedt nicht geben !